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| Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlicher oder tierischer Herkunft? |
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Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlicher oder tierischer Herkunft? Leinöl oder Krill-Öl? Häufig werde ich gefragt, was empfehlenswerter ist. Dieser Frage ist auch ein Therapeut aus dem Netzwerk, Stephan Teutsch, nachgegangen: Sollten wir Omega-3-Fettsäuren pflanzlicher oder tierischer Herkunft bevorzugen? „Omega-3-Fettsäuren finden sich als a-Linolensäure (ALA) in Pflanzen, besonders in Leinöl und Perillaöl. In Kaltwasserfischen sowie in Krill, einer antarktischen Garnele, finden sie sich als Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Nun könnte man die pflanzliche Quelle aus verständlichen Gründen bevorzugen. Dazu ist jedoch anzumerken, dass die pflanzliche Omega-3-Fettsäure (ALA) eine kurzkettige Omega-3-Fettsäure ist, während die tierische Omega-3-Fettsäuren die langkettige Form darstellen. Um im Stoffwechsel überhaupt verwertbar zu sein, muss die kurzkettige in die langkettige Form umgewandelt werden! Die Umwandlungsrate ist relativ gering, sie liegt um die 10% bei gesundem Stoffwechsel. Darüber hinaus ist zu beachten, dass Fettsäuren außerdem in Eicosanoide umgewandelt werden. Das sind Gewebshormone, die in entzündungsfördernde, in entzündungshemmende und in neutrale Fraktionen unterteilt werden. Dabei kommt es auf das Gleichgewicht der Eicosanoid-Gruppen an. Bei der heutigen Ernährungslage ist dieses Gleichgewicht nicht gewahrt – ein Hauptgrund für die vielen Entzündungserkrankungen. Gesättigte Fettsäuren (aus Fleisch, erhitzten Fetten) und Omega-6-Fettsäuren (die meisten Pflanzenöle) werden in entzündungsfördernde Eicosanoide umgewandelt, die langkettigen Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl und Krill-Öl hingegen in entzündungshemmende Eicosanoide. Was noch nicht allgemein bekannt ist: die pflanzliche Omega-3-Fettsäure wird je nach Insulinspiegel in die eine oder andere Gruppe der Eicosanoide umgewandelt. Ist der Insulinspiegel erhöht, was häufig anzutreffen ist, wird die pflanzliche Omega-3-Fettsäure in entzündungsfördernde Eicosanoide umgewandelt! Zusätzlich konkurrieren die Omega-Fettsäureklassen untereinander um dieselben enzymatischen Umsetzungswege. Beim Überschuss an gesättigten und Omega-6-Fettsäuren ist klar, welche Richtung eingeschlagen wird – das lässt sich an der Krankheitsstatistik (Gefäßerkrankungen, Gelenksentzündungen, Allergien …) ablesen. Bleibt noch die Frage: bevorzugt man hochgereinigtes Fischöl (aufgrund der Toxinbelastung) oder Krillöl mit vielen positiven, natürlichen Begleitstoffen (Astaxanthin!), in der Nahrungskette weiter am Anfang. Da fällt die Wahl plötzlich gar nicht mehr so schwer, auch wenn wir mehr dafür zahlen.“ |



