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| Allergien und Unverträglichkeiten: L-Glutamin hilft oft! |
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Kürzlich erschien hier neu ein Artikel zum Thema Colitis. Dazu gibt es jetzt noch einen kleinen Nachtrag. Sie können sich vielleicht an den geschilderten Fall einer Colitis-Patientin erinnern, die mit Krillöl, Laktobac-M und Baobab schlagartig beschwerdefrei wurde. Zusätzlich wurde ihr das Präparat Aminosäuren I ausgetestet, also L-Glutamin und acht essentielle Aminosäuren. Nun hat L-Glutamin, wie ich in Erfahrung gebracht habe, besondere Bedeutung für die Darmschleimhaut.
L-Glutamin trägt entscheidend dazu bei, „Löcher“ in der Darmschleimhaut zu schließen. Die mikroskopisch kleinen Löcher entstehen durch Antibiotika-Behandlungen oder durch Schädigung der Darmflora durch Einflüsse wie Gifte von Pilzen, Viren, Salmonellen, falsche Ernährung, Alkohol, Strahlentherapie, psychischem Stress. Man bezeichnet den damit verbundenen Rückgang der Darmschleimhaut und daraus entstehende „Löcher“ als LEAKY-GUT-SYNDROM. Infolge dessen können Fremdstoffe aus dem Darm, etwa Nahrungsmoleküle, zur stark durchbluteten Darmwand gelangen, wo sie Entzündungen hervorrufen und Botenstoffe freigesetzt werden, die eigentlich als Hilfe gegen die Entzündung gedacht sind. Interleukine rufen IgE-Antikörper auf den Plan – es entstehen Allergien vom Soforttyp (1). Der Tumornekrosefaktor alpha TNF-a trägt zu Schwellungen bei, die bei Entzündungen immer auftreten. Durch die Schwellung kann die Schleimhaut aber nicht mehr genug ihres eigenen Antikörpers sIgA (=sekretorisches IgA) produzieren. Dieser ist für die Bindung von Schadstoffen aus der Nahrung zuständig und hält außerdem den Tumornekrosefaktor in Schach. Wenn das Schleimhaut-IgA fehlt, wird ungebremst TNF-a produziert – die Entzündung kann nicht abklingen. Außerdem drückt die Schwellung die Schleimhautzellen des Darms auseinander. Der Darm wird durchlässiger. Symptome bei ständiger Reizung sind: Darmentzündungen, Blähungen, Völlegefühl, Koliken, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Infektanfälligkeit, Allergien, Müdigkeit, Kräfteverlust, Hautreaktionen wie Neurodermitis, Gelenksschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne. Neben der Aminosäure L-Glutamin spielen auch MSM (bei Entzündungen und zum Schleimhautaufbau), Laktobac-M Darmbakterien (Darmfora), Krillöl (bei Entzündungen und Autoimmunerkrankungen), Curcuma (bei Entzündungen und schlechter Fettverdauung) und Baobab (entzündungshemmend, ballaststoffspendend) zentrale Rollen. Bei stark entzündlichen Vorgängen ist jedoch immer die Frage, was überhaupt vertragen wird. Das ist leider individuell sehr unterschiedlich und sollte ausgetestet werden. Oft ist ein Beginn mit Aminosäuren, Laktobac-M und MSM ratsam, bevor andere Substanzen in Frage kommen. Ob das LEAKY-GUT-Syndrom vorliegt, kann man testen lassen. Mithilfe einer Alpha1 Antitrypsin und einer Pankreaselastase-Bestimmung im Stuhl, allerdings auf eigene Kosten in Speziallabors. Oder man versucht es gleich mit einer (begleiteten) Heilfastenkur und der Aminosäure L-Glutamin sowie Laktobac-M Darmbakterien. |



